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Schrägflügel-Striemeneule



Wissenschaftlicher Name: Simyra nervosa
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Eulenfalter (Noctuidae)
Größe: 28 bis 34 Millimeter Flügelspannweite  


Merkmale:

Die Falter gehören zu den kleineren Eulenarten. Die gerundeten Vorderflügel sind ein besonderes Merkmal der Striemeneulen. Farblich variieren si von weißgrau über graugelb bis zu braungelb. Die Adern der Vorderflügel heben sich striemenartig ab und sind teilweise grau eingefasst. Weitere Zeichnungen sind nicht vorhanden.  Die beidseitig gekämmten Fühler sind charakteristisch für die Männchen.

Lebensweise:

Die Eier sind hellrot gefärbt und mit zahlreichen kleinen gelbweißen Flecken versehen. Die Form ist die eines flachen Kegels mit kräftigen und unregelmäßigen Rippen.
Die Raupe ist gelbweiß und besitzt einen breiten, dunkelbraunen Rückenstreifen sowie braune Seitenstreifen, in denen rote Stigmen liegen. Die roten und gelben Knopfwarzen mit langen, weißen oder gelben Haaren sind besonderes auffallend.
Die Puppe ist rotbraun gefärbt.

Ähnliche Arten:

Ried-Weißstriemeneule (Simyra albovenosa) - ist etwas größer, hat breitere Vorderflügel mit Längsstreifen.
Schmalflügelige Schilfeule (Chilodes maritima) -  mit eckigen Vorderflügeln und dunklen Punkten an der äußeren Querlinie.
Striemen-Schilfeule (Senta flammea) - hat in der Mitte der Vorderflügel einen dunklen Längsstrich.
Diese Arten bewohnen überwiegend Schilf- und Feuchtgebiete, sodass sich deren Lebensräume nicht mit denjenigen von nervosa überlappen.

 

Lebensraum:

In Europa ist die Art sehr lokal verbreitet, von Nordfrankreich in östlicher Richtung durch Nord- und Nordost-Deutschland (Spreewald )sowie Polen, außerdem südlich der Alpen von Norditalien über die Balkanländer bis Griechenland. Eine isolierte Population lebt auf Sizilien. In Kleinasien, dem Kaukasus, dem Iran, Afghanistan, Sibirien, Tibet, der Mongolei und China wurden die Tiere auch gefunden. Sie bevorzugen Löss-, Lehm- und Mergelböden in warmen, trockenen Regionen des Flach- und Hügellandes.

Lebensweise:

In der ersten Generation fliegen die Falter jährlich im April und Mai. In der zweiten Generation im Juli und August. Sie sind nachtaktiv und besuchen künstliche Lichtquellen. Die Raupen der ersten Generation findet man überwiegend im August und September, diejenigen der zweiten Generation hauptsächlich im Juni. Sie fressen überwiegend  Blättern der Esels-Wolfsmilch (Euphorbia esula), des Kleinen Sauerampfers (Rumex acetosella) sowie Doldiges Habichtskraut (Hieraceum umbellatum). Die Puppe überwintert.

Gefährdung:

Die Art wird in Deutschland auf der Roten Liste gefährdeter Arten in Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) geführt. 

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